Wie gewinnt man Gründerwettbewerbe?
Ich werde öfter mal zu dem Thema angesprochen. Da wir etwas Erfahrung aus mehreren Teilnahmen und zwei Siegen haben, hier einige Tipps. Folgende Fragen sollte man sich stellen, bevor man an einem Wettbewerb teilnimmt! :
Warum nehme ich teil?
Klar – um zu gewinnen und möglichst noch ein Preisgeld abzufassen! Eine Teilnahme beinhaltet aber auch noch andere Vorzüge:
Businessplan/ Ideenpapier
In der Regel muss bei einer Teilnahme mindestens ein Businessplan oder ein Ideenpapier eingereicht werden. Naturgemäß scheuen sich viele Gründer (vor allem wenn sie nicht BWL studiert haben, wie ich) davor so einen Menge Papier zu erzeugen. Da ist es doch schön, wenn man dann einen Anlass und Motivation hat sich die Arbeit zu machen.
Selbst wenn man dann nicht gewinnt, hat so ein Businessplan in der Schublade viele Vorteile. Man wird nämlich als Gründer und junge Firma von Banken, Investoren, Fördermittelgebern, ja sogar Kunden und Journalisten ständig danach gefragt.
Nicht ohne Grund, wie man später feststellt. Da man für einen Businessplan erst mal sein Geschäftsmodell genau durchdenken und den Markt recherchieren muss, bevor man ans Schreiben geht.
Coaching
Bei vielen Wettbewerben (Bspw. BPW-SA) ist im Preis, ja sogar oft schon in der Teilnahme ein Coaching enthalten. Ein unabhängiger Coach kann vor allem in der Startphase helfen. Oft reicht es da schon, wenn jemand mal die richtigen Fragen stellt oder Tipps bei der Recherche von Branchendaten gibt, oder mal eine Exel-Datei mit GuV- Rechnung etc. bereitstellt und kommentiert.
PR
Ist der Preis erst mal gewonnen und die erste Pressemitteilung raus, steht das Telefon meist einige Tage nicht mehr still. Je nach Gründungsidee und Renommee des Wettbewerbs (wird oft an der Höhe des Preisgeldes festgemacht) melde sich dann Journalisten aus verschiedenen Bereichen. Von der Fachpresse über Fernsehen bis zur Lokalzeitung und Bloggern kann alles vertreten sein.
Die Chance sollte man nutzen. Je nach Gründungsphase kann PR helfen Investoren und Mitstreiter aber natürlich auch Kunden zu finden. Selbst bei der Bank könnte es helfen, wenn man schon aus der Lokalzeitung bekannt ist.
Netzwerk
Meist lernt man bei Pitches, Verleihungen etc. andere Gründer, Investoren, Politiker, gestandene Manager und Multiplikatoren in lockere Runde kennen. Vielleicht kann der eine oder andere Kontakt später mal Gold wert sein. Also immer für den richtigen Moment eine Visitenkarte bereit halten.
Bestätigung
Besonders in der Anfangsphase in der man sich selbst noch unsicher ist, ob seine Idee überhaupt tragfähig ist, hilft es ungemein, wenn andere auch an die Idee glauben. Ein Preisgeld schafft zusätzlich Luft um die erste Durststrecke zu überbrücken.
Beim Bäcker
Ja selbst beim Bäcker und Fleischer wird man jetzt freundlich begrüßt und der Nachbar weiß nun auch endlich was man beruflich macht.
…
Fortsetzung folgt!
Dieser Beitrag wurde geschrieben am 16. Oktober 2007 um 16:19:09 und abgelegt unter Gründerwettbewerbe. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Entschuldigung. Kommentare und Trackbacks sind geschlossen.